Gedenkstätten 2016 – alles digital oder was?

Dies ist eine Gruppenarbeit, die im Rahmen der freien Bildungstage des FSJ-Kultur in Bayern durchgeführt wurde. Im Workshop „Gedenkstättenpädagogik, politische Bildung und Erinnerungskultur – außerschulische Bildung als Beruf“ haben sich Freiwillige aus verschiedenen Einrichtungen zwei Tage lang mit verschiedenen Facetten der Gedenkstättenarbeit beschäftigt.

Teile dieser Aufgaben basieren auf einem Workshop, den Christoph Palaske im Januar 2015 im Rahmen der 5. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung in Berlin gehalten hat.

Aufgabenstellung

Gruppe 1: Wie nutzen Gedenkstätten Social Media?
Gruppe 2: Die Gedenkstätte als touristischer Ort? Dachau bei Instagram
Gruppe 3: Virtuelle Gedenkstättenbesuche

Gruppe 1: Wie nutzen Gedenkstätten Social media?

Soziale Medien gehören inzwischen für viele Menschen zum Alltag. Auch Gedenkstätten und Museen zum Nationalsozialismus und zum Holocaust nutzen diese Kanäle vermehrt, um mit realen und virtuellen Besucher_innen zu kommunizieren.

Schaut euch die verschiedenen Angebote von Einrichtungen wie der KZ-Gedenkstätte Auschwitz, Yad Vashem, dem Anne Frank House oder der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg an und arbeitet heraus, für welche Zwecke sie die verschiedenen Plattformen (Twitter, Facebook, Instagram usw.) nutzen. Gibt es Unterschiede zwischen den Einrichtungen und Ländern? Wie und was wird über die unterschiedlichen Plattformen kommuniziert? Findet eine Kommunikation mit den Besucher_innen statt? Welche Form von Beiträgen kommen bei den Besucher_innen besonders gut an? Wie unterscheidet sich die Social Media Nutzung von anderen Einrichtungen, die nicht mit der Geschichte des NS verbunden sind?

Optional 1: schaut euch im Internet um, wie z.B. Kunstmuseen Soziale Medien nutzen. Sucht doch mal nach dem #museumselfieday #askacurator oder #myrembrandt. Welche Potentiale gibt es hier noch für Gedenkstätten und gibt es auch Grenzen?

Optional 2: Bei Tweetups oder Instawalks werden die Teilnehmenden eines Rundgangs aufgefordert, ihre Eindrücke sofort in den sozialen Medien zu teilen. So etwas gab es schon in den Gedenkstätten Neuengamme (#Neuengamme) und Dachau (#RundgangDachau), aber auch die Pinakotheken München nutzen dieses Konzept (#spurenleser [Bericht im BR] #canaletto) schon länger. Ist ein solches Konzept für Gedenkstätten „angemessen“? Welche Potentiale hat die Verlängerung des Rundgangs ins Digitale?

Bereitet eine Präsentation für die Gruppe vor

Zum Weiterlesen:

Gruppe 2: Die Gedenkstätte als touristischer Ort? Dachau bei Instagram

Mehr als 300 Millionen Menschen sind inzwischen bei Instagram angemeldet und posten dort Bilder aus der ganzen Welt. Auch die Besucher_innen der KZ-Gedenkstätten nutzen diese Plattform, um von ihrem Besuch zu berichten. Gedenkstätten werden dort also auch als touristischer Ort dargestellt.

Sucht bei Instagram nach #Dachau und betrachtet die Bilder, die von der KZ-Gedenkstätte gepostet werden (ignoriert die Bilder, die nichts mit der KZ-Gedenkstätte zu tun haben). Mögliche Fragestellungen wären: welche Motive wählen die Besucher_innen? Was wird fotografiert? Welche Hashtags und Beschreibungen werden verwendet? Gibt es Muster die sich herausfiltern lassen? Gibt es unpassende Bilder? Findet ihr es angemessen, Bilder zu so einem Ort zu posten?

Optional: vergleicht die Fotos mit Bildern die unter #auschwitz oder #holocaustmemorial gepostet wurden. Gibt es Unterschiede zu Dachau?

Bereitet eine Präsentation für die Gruppe vor

Zum Weiterlesen:

Gruppe 3: Virtuelle Gedenkstättenbesuche

Historische Orte besucht man normalerweise auf Unterrichtsgängen und Exkursionen. Inzwischen gibt es auch verschiedene Möglichkeiten, Gedenkstätten oder andere Erinnerungsorte im Netz virtuell zu erkunden. Hierfür stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Erstens durch Panorama-Aufnahmen, die eine virtuelle Begehung eines historischen Ortes ermöglichen (am bekanntesten: Street View), zweitens durch virtuelle Karten, auf denen historische Orte verzeichnet und beschrieben oder durch Materialien wie alte Fotoansichten ergänzt werden.

Begebt euch auf die virtuelle Erkundung verschiedener Gedenkstätte und Museen bzw. schaut euch die Berichte über das Projekt der KZ-Gedenkstätte Bergen Belsen an. Schaut euch an, wie der historische Ort präsentiert, ggf. inszeniert oder ästhetisiert wird. Entscheidet euch, welche virtuelle Präsentationsform für die historisch-politische Bildungsarbeit von Nutzen sein kann und welche nicht.

Zum Weiterlesen:

Polemik zur App der Gedenkstätte Bergen Belsen

Materialien zur AG 3 „Kompetenzvermittlung in Gedenkstätten: Zukunftsmodell oder Sackgasse?“

Der Workshop „Kompetenzvermittlung in Gedenkstätten: Zukunftsmodell oder Sackgasse?“ ist Teil des Bundesweiten Gedenkstättenseminars 2015 in Dachau. In verschiedenen Kleingruppen untersuchen die Teilnehmenden unter anderem bestehende Materialien aus der Gedenkstättenarbeit hinsichtlich der Vermittlung von Kompetenzen.

Für die AG wurde ein Etherpad angelegt, in dem Hinweise auf weitere Materialien und Ergebnisse aus den Kleingruppen und der AG gesammelt werden können. In diesem Etherpad können alle Teilnehmenden ohne vorherige Anmeldung schreiben.

Material für die Kleingruppen

1. Rundgänge

Führungshilfen für Rundgänge in den KZ-Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg (Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit)

2. Seminare/Längere Angebote

Informationen zu den Studienprogrammen in Max Mannheimer Studienzentrum Dachau

3. Digitales Lernen in Gedenkstätten

Die Gedenkstätte Bergen-Belsen mit einer Augmented Reality App erkunden | Artikel | Fernsehbeitrag (nach unten scrollen)

Von SuS produzierter Kurzfilm über die KZ-Gedenkstätte Osthofen

Geocaching in der KZ-Gedenkstätte Osthofen

4. Biografisches Arbeiten

Wilhelm Behnke – Ein biographischer Rundgang in der KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof

5. Ausstellungen in Gedenkstätten

Arbeitsblätter für SuS für den Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau (Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit)

Ausstellungstafeln der Hauptausstellung der KZ-Gedenkstätte Dachau

Animierte Darstellung der Hauptausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

 

 

Gedenkstätten 2015 – alles digital oder was?

Dies ist eine Gruppenarbeit, die im Rahmen der freien Bildungstage des FSJ-Kultur in Bayern durchgeführt wurde. Im Workshop „Gedenkstättenpädagogik, politische Bildung und Erinnerungskultur – außerschulische Bildung als Beruf“ haben sich Freiwillige aus verschiedenen Einrichtungen zwei Tage lang mit verschiedenen Facetten der Gedenkstättenarbeit beschäftigt.

Teile dieser Aufgaben basieren auf einem Workshop, den Christoph Palaske im Januar 2015 im Rahmen der 5. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung in Berlin gehalten hat.

Aufgabenstellung

Gruppe 1: Wie nutzen Gedenkstätten Social media?
Gruppe 2: Die Gedenkstätte als touristischer Ort? Dachau bei Instagram
Gruppe 3: Virtuelle Gedenkstättenbesuche

Gruppe 1: Wie nutzen Gedenkstätten Social media?

Soziale Medien gehören inzwischen für viele Menschen zum Alltag. Auch Gedenkstätten und Museen zum Nationalsozialismus und zum Holocaust nutzen diese Kanäle vermehrt, um mit realen und virtuellen Besucher_innen zu kommunizieren.

Schaut euch die verschiedenen Angebote von Einrichtungen wie der KZ-Gedenkstätte Auschwitz, Yad Vashem, dem Anne Frank House oder der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg an und arbeitet heraus, für welche Zwecke sie die verschiedenen Plattformen (Twitter, Facebook, Instagram usw.) nutzen. Gibt es Unterschiede zwischen den Einrichtungen und Ländern? Wie und was wird über die unterschiedlichen Plattformen kommuniziert? Findet eine Kommunikation mit den Besucher_innen statt?

Optional: schaut euch im Internet um, wie z.B. Kunstmuseen Soziale Medien nutzen. Sucht doch mal nach dem #museumselfieday #askacurator oder #myrembrandt. Welche Potentiale gibt es hier noch für Gedenkstätten und gibt es auch Grenzen?

Bereitet eine Präsentation für die Gruppe vor

Gruppe 2: Die Gedenkstätte als touristischer Ort? Dachau bei Instagram

Mehr als 300 Millionen Menschen sind inzwischen bei Instagram angemeldet und posten dort Bilder aus der ganzen Welt. Auch die Besucher_innen der KZ-Gedenkstätten nutzen diese Plattform, um von ihrem Besuch zu berichten. Gedenkstätten werden dort also auch als touristischer Ort dargestellt.

Sucht bei Instagram nach #Dachau und betrachtet die Bilder, die von der KZ-Gedenkstätte gepostet werden (ignoriert die Bilder, die nichts mit der KZ-Gedenkstätte zu tun haben). Mögliche Fragestellungen wären: welche Motive wählen die Besucher_innen? Was wird fotografiert? Welche Hashtags und Beschreibungen werden verwendet? Gibt es Muster die sich herausfiltern lassen? Gibt es unpassende Bilder? Findet ihr es angemessen, Bilder zu so einem Ort zu posten?

Optional: vergleicht die Fotos mit Bildern die unter #auschwitz oder #holocaustmemorial gepostet wurden. Gibt es Unterschiede zu Dachau?

Bereitet eine Präsentation für die Gruppe vor

Zum Weiterlesen:

Gruppe 3: Virtuelle Gedenkstättenbesuche

Historische Orte besucht man normalerweise auf Unterrichtsgängen und Exkursionen. Inzwischen gibt es auch verschiedene Möglichkeiten, Gedenkstätten oder andere Erinnerungsorte im Netz virtuell zu erkunden. Hierfür stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Erstens durch Panorama-Aufnahmen, die eine virtuelle Begehung eines historischen Ortes ermöglichen (am bekanntesten: Street View), zweitens durch virtuelle Karten, auf denen historische Orte verzeichnet und beschrieben oder durch Materialien wie alte Fotoansichten ergänzt werden.

Begebt euch auf die virtuelle Erkundung verschiedener Gedenkstätte und Museen bzw. schaut euch die Berichte über das Projekt der KZ-Gedenkstätte Bergen Belsen an. Schaut euch an, wie der historische Ort präsentiert, ggf. inszeniert oder ästhetisiert wird. Entscheidet euch, welche virtuelle Präsentationsform für die historisch-politische Bildungsarbeit von Nutzen sein kann und welche nicht.

Zum Weiterlesen:

Polemik zur App der Gedenkstätte Bergen Belsen